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Eine Kopie des Mainzer Atlanten wird angefertigt
Der Naumburger Dom
Ein Relief aus Metz wird angeliefert
Abbau des Mainzer Lettners

Auf der Suche nach dem Naumburger Meister

Dokumentation

Realisation: 02.2010 - 06.2011
Länge: 30 min
Auftraggeber: MDR


Er ist eines der größten Rätsel der Kunstgeschichte. Der Steinmetz, der vor 800 Jahren mit seiner Werkstatt durch Europa tourte und Skulpturen, wie sie lebendiger und anmutiger kein zweiter schuf, an den großen gotischen Kathedralen hinterlässt.
Beschäftigt man sich mit dem Stil des Naumburger Meisters, der nur unter diesem Notnamen bekannt ist, entdeckt man in Frankreich in Reims, Cousy, Amiens und Noyon verblüffende Ähnlichkeiten mit den Stifterfiguren und dem Lettnerzyklus im Naumburger Dom.
Sie sind berühmt für ihre Lebendigkeit. Ihre Gesichter drücken Gemütsregungen aus. Traurigkeit, Zorn, seliges gottvertrautes Lächeln. Die Körper sind so geformt, als hätte man sie in ihrer Bewegung gestoppt und augenblicklich abgebildet. Ihre Hände greifen in die Gewänder und raffen den Stoff auf – in Stein gehauenes Leben.

Einen Namen gibt nicht. Als er lebte, gab es noch keine Arbeitsaufzeichnungen oder Registrierlisten. So ist die Frage berechtigt: gab es dieses Genie nun oder nicht? Die Forscher haben alles, was den Krieg überstanden hat analysiert. Und fest steht: diese Mittelalterskulpturen haben die gleiche Handschrift und sie sind Kulturerbe.

Naumburg geht nun in die Offensive und meißelt eine Landesausstellung in den Dom, die einer Beweisführung gleicht. Aus allen gotischen Hochburgen Europas rollen Schwerlasttransporte mit tonnenschweren Skulpturen und Steinfragmenten nach Sachsen Anhalt. Die Besucher sollen den Karriereweg des Meisters nachgehen können von Reims bis Meißen.

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